Leben ohne Nikotin - Forum

    ---- LEBEN OHNE NIKOTIN - Die Kräuterzigarettenmethode ---- von Christine Engelbrecht


    Ausgewählten Leserbriefe (chronologisch geordnet) zum Thema

    ENTZUGSERSCHEINUNGEN




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    cabbi

    Samstag, 30 September, 2006 um 15:06:07

    hallöchen zusammen ich habe hier mal rumgelesen, und möchte auch mal bekanntgeben ,das ich vor drei tagen aufgehört habe zu rauchen!!!!!klar ist es jetzt schwierig aber mal meine frage was erwartet mich denn jatzt noch und wann ist die zeit am schlimmsten oder besser gesagt der schlimmste tag nach der letzten zigarette?????

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    Cammy

    Montag, 8 Mai, 2006 um 19:19:10

    Hallo Claudia, ich möchte dir gerne auch nochmal sagen, lese dich durchs Forum, da findest du alle Antworten auf deine Fragen. Vorallem weiter unten die von R.Herget sind sehr interresant. Er schreibt von Vorteilen Hilfsmittel und mehr. Es kann dir keiner genau sagen, wann er wann und wieviel Kräuterlies raucht, das kannst nur du für dich selbst entscheiden. Denn jeder empfindet und leidet anderst. GLG Cammy


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    Thomas am Fluss

    Montag, 8 Mai, 2006 um 17:02:26

    Jetzt aber EIN PAAR WORTE ZU CLAUDIA: Sei bitte nicht ungeduldig! Du hast zehn Tage hinter dir, zehn sehr wertvolle Tage, aber viel zu früh für die Bilanz! Wenn du es so machen möchtest, wie ich, dann halte mindestens einen Monat durch und schreibe dir auf, wie viele Kräuterretten du am Tag rauchst. Du wirst wahrscheinlich sogar etwas mehr rauchen, das ist völlig in Ordnung. VERSUCHE, MÖGLICHST WENIG NACHZUDENKEN, ich habe viel nachgedacht und kam ins Zweifeln, was unnötig war. Erspare dir diese Erfahrung. Vertraue darauf, dass diese Methode bei dir genauso hilft, wie bei den vielen anderen Leuten. Ich kann dir versprechen, dass sich der Erfolg dann von selbst einstellt. Nach einem Monat kannst du, wenn du willst, auch versuchen, auf die eine oder andere Kräuterzigarette pro Tag zu verzichten. Wenn dir das leicht fällt (und bitte nur dann), könntest du versuchen, die Anzahl (langsam!) zu reduzieren. Mir ging es nach einem Monat so, dass ich ein paar Minuten nach der Entscheidung, keine zu rauchen, auch den Gedanken daran verloren hatte. Das im Buch beschriebene Gefühl, vergessen zu rauchen, hatte ich erst wesentlich später. Mit deiner Entscheidung, Kräuter zu rauchen, hast du bereits den wichtigsten Schritt gemacht! Stelle dir vor, du hast jetzt ausgesät und wartest, dass die Pflänzchen keimen und wachsen: Auch das dauert seine Zeit. Nun zum Geschmack. Mir hat "Knaster RED" am besten »geschmeckt«, ich bin dann aber auf "Mellow Yellow" umgestiegen, den ich in einer Pfeife gequalmt habe. Ich habe gestern nach meinem Beitrag mal eine Zigarettenhülse mit Knaster gestopft und versucht, sie zu rauchen. Nein, ich kann nicht mehr, selbst diese Kräuterretten sind mir nicht mehr angenehm. Die Kräuter aus "Mellow Yellow" in der Pfeife »schmecken« mir auch nur, wenn ich die Pfeife nach dem Stopfen nicht anzünde. Was ich damit sagen will: Jeder tickt anders, jedem Menschen schmecken andere Sachen. Ich kann dir nur den Rat geben, die Knaster-Sorten durchzutesten und vielleicht auch mal "Mellow Yellow" zu probieren. Ansonsten findest du im Reformhaus vielleicht Huflattich, Pfefferminzblätter, Brombeerblätter und anderes, aus denen du deine eigene Mischung herstellen kannst. Womöglich wäre auch eine Pfeife für dich hilfreich, die ist nicht so schwer zu stopfen, wie die Zigarettenhülsen. Auf jeden Fall aber gehe nicht zu streng mit dir selbst ins Gericht, lass dir Zeit: Du hast auch nicht an einem Tag mit dem Nikotinrauchen angefangen, diese "Angewohnheit" hast du auch über einen längeren Zeitraum angenommen. Ich weiß, dass es enttäuschend ist, nicht einfach einen Schlussstrich ziehen zu können, aber sieh es mal so: Du hast ANGEFANGEN, ihn zu ziehen. Ein Satz hat mich sehr berührt: Du möchtest dir nicht die Blöße geben! Viele Menschen haben einen Tick, eine Abhängigkeit oder Sucht. Du bist in bester Gesellschaft. Manchmal ist das Eingeständnis auch der Weg zu sich selbst; eine Hilfe, sich selbst zu erkennen, zu respektieren und zu achten. Du bist Mensch mit all deinen Charakterzügen, da ist es egal, welche davon als "Fehler" oder als "tolle Charaktereigenschaft" gesehen werden. Außerdem findest du sicher unerwarteten Beistand, wenn du dich öffnest. Hinfallen kann jeder, ein Fehler ist es nur dann, wenn man nicht versucht, wieder aufzustehen. Du magst ja mit der Abhängigkeit von Nikotinzigaretten hingefallen sein, aber du bist gerade am Aufstehen! Sei ein bisschen stolz darauf! Ja, wirklich! Selbst dann, wenn du (wie gerade jetzt) noch nicht so recht glauben kannst, das Ziel zu erreichen! Wenn es dir nicht gut geht, schreibe es hier, sicher liest es jemand, der dazu etwas zu sagen hat, was dir hilft. Die Daumen muss ich dir wohl kaum drücken; ich bin sicher, du gehst deinen Weg; ich vertraue dir. Viele Grüße


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    Claudia

    Sonntag, 7 Mai, 2006 um 22:11:11

    Hallo an alle. Ich habe am 28.04.2006 meine letzte nikotinhaltige Zigarette geraucht: nach einigen gescheiterten Versuchen, das Rauchen aufzugeben und der verzweifelten Suche nach neuen Wegen, habe ich von der hier diskutierten Methode gelesen. Seit meiner letzten nikotinhaltigen Zigarette rauche ich nun also die Kräuterlis und schwanke zwischen Hochgefühl und Tiefpunkt. Also, das ich keine nikotinhaltigen Zigaretten mehr rauche hat schon den Vorteil, dass ich nach dem Rauchen nicht mehr müde werde und nach längeren, gezwungener Abstinenz (z.Bsp. bei meiner Arbeit: da will ich mir nämlich die Blöße der Abhängigkeit vor meinen Kollegen nicht geben) völlig gierig auf eine Zigarette bin - und auch schon während der Abstinenz völlig genervt, gereizt etc.. Bei mir hat das nämlich zusätzlich das Problem, dass ich zwei kleine Kinder habe und denen absolut nicht erklären könnte, warum man raucht.....also rauche ich heimlich ! Mein Hochgefühl resultiert aus der Gewissheit, nicht mehr nikotinabhängig zu sein oder auch zu werden (hoffentlich). Meine Tiefpunkte erreiche ich, wenn ich bisher nicht feststellen konnte, dass ich weniger rauche und manchmal denke, dass ein radikaler Entzug ohne Hilfsmittel schmerzfreier wäre...aber habe ich ja schon versucht und bin gescheitert. Ich suche hier folgende Hilfestellung: nach welcher Zeit raucht man (normalerweise) weniger Zigaretten und wie kommt man beispielsweise an die Honeyrose ? Ich finde die NTB ungenießbar, die Monte Verdo sind wohl alle schon abgelaufen und der Knaster schmeckt zwar ganz gut, lässt sich aber nur sehr schwer verarbeiten... Kann mir jemand Hilfestellung geben ? Vielen Dank Claudia


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    Thomas am Fluss

    Sonntag, 7 Mai, 2006 um 15:29:00

    Bald sind es vier Monate, in denen ich mich hier nicht "gemeldet" habe... Mein Posting ist vom 17.01. Vielleicht berichte ich mal, was bis heute so passierte? Für mich ist heute der 139te Tag ohne Nikotin!!! Die Gedanken an Nikotinzigaretten tauchen noch oft genug auf, sogar in meinen Träumen begegnen sie mir, was schlimm ist, denn im Traum bin ich bereits "rückfällig" geworden. Das ist zwar nicht real, belastete mich aber. Mittlerweile nehme ich es hin, denn ich finde es normal, dass sich mein Unterbewusstsein mit der Thematik genauso auseinandersetzt, wie mein Bewusstsein. Und wenn ich vom Rauchen träume, so zeigt es mir doch nur, dass ich gegen eine starke Sucht ankämpfe. Mir ist daher völlig klar, dass ich für den Rest meines Lebens Ex-Raucher bleiben werde. Im Moment sind jedoch die Phasen, in denen ich bewusst an "Jetzt-Eine-Rauchen" denke, sehr kurz, wenig belastend und schnell vorbei. Ich ertappe mich häufig beim Gedanken: "Jetzt hättest du dir eine angesteckt". Meistens ist der Gedanke auch mit dem Schmachtgefühl verbunden. Es ist aber nicht so, dass ich dann ein Kräuterpfeifchen rauche, sondern mich bewusst daran erinnere, einen Grund zum Aufhören gehabt zu haben. Es gab aber auch noch keinen Schmachtanfall, der irgendwie von längerer Dauer gewesen wäre. Insgesamt bin ich sehr froh, dass ich mit dem Nikotin Schluss gemacht habe. Was mir am meisten fehlt, ist das Gefühl, etwas im Mund zu haben. Zuweilen habe ich die Pfeife im Mundwinkel hängen, obwohl sie gar nicht gestopft ist. Meist ist das in den Abendstunden. Ab und zu gebe ich dem auch mal dem Gefühl nach und stopfe mir ein paar Kräuter in die Pfeife. Die durch die Kräuter gezogene Luft "schmeckt" ja auch schon, also zünde ich sie gar nicht erst an. Eher selten, dass ich die Kräuter wirklich verbrenne. Dann habe ich etwas Rauch im Mund, spüre einen kräftigen Geschmack auf der Zunge erinnere mich an das (noch immer) gewohnte Gefühl, Rauch einzuatmen. Das hält ein paar Minuten an, dann lege ich die Pfeife wieder beiseite, denn sie ist schon von selbst ausgegangen. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, wieder mit Nikotin anzufangen. Warum auch? Sehe ich rauchende Menschen, erinnere ich mich daran, selbst geraucht zu haben. Aber völlig ohne Wehmut oder Trauer. Ich fühle mich praktisch wie ein Renter oder Pensionär: Ich habe mir den Rauch in die Lunge geschuftet, jetzt ist das "Arbeitsleben" vorbei und ich kann auf die "Arbeit" zurücksehen, aber es tut nicht weh. Meine Angst, auf etwas verzichten zu müssen, hat sich nicht erfüllt. Die Gewissheit, jederzeit eine Hülse mit Kräutern stopfen und wie eine Zigarette rauchen zu können, ist immer da. Es gibt kein Verbot. Um das Beispiel mit der Arbeit aufzugreifen: Früher stand ich am Hochofen und war Hitze, Staub und Gas ausgesetzt, jetzt bin ich "in Rente". Ich kann Zinnfiguren gießen, aber die Belastungen vom Hochofen gehören der Vergangenheit an. Ich fühle mich gut! Abschließend möchte ich noch eines sagen: Wenn man die Methode verstanden hat und überzeugt ist, dass sie funktioniert, dann ist es "die richtige Methode"! Wenn man - wie ich - nach ein paar Tagen oder Wochen eine Phase des Zweifelns erlebt, dann ist das völlig normal, denn Menschen sind von Haus aus ungeduldig. Im Nachhinein betrachtet war die "Zweifel-Phase" eine zweite Entzugsphase. Die Entzugsphase dauerte bei mir fünf oder sechs Tage (die wirklich leichter, als eine Erkältung zu ertragen waren), die Zweifelphase dauerte zwei bis drei Wochen. Und in der letzten Woche sank plötzlich der Konsum von Kräuterlis, ein greifbares Ende war abzusehen. In der Zweifelphase hat mir noch etwas geholfen: Was wäre, wenn ich einfach bei Kräuterzigaretten bleiben würde? Was aber wäre, wenn ich wieder zum Nikotin greifen würde? Also stellte ich mich auf Kräuter ein - trotz meiner Zweifel. Die Belohnung? Ich habe Zeit zum Schreiben :-) Tschüssie


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    Martin

    Donnerstag, 23 März, 2006 um 12:49:56

    Hallo Resi! Ich würde mir eine Kräuterzigarette holen! Da es sich um eine reine Kopfsache mit dem Rauchen handelt, wird dein Gefühl Dir sagen: Das Rauchen ist total sinnlos und erfüllt keinen Zweck! Von den Kräuterlies kannst Du nicht rückfällig werden. Stelle Dich am Besten vor einem Spiegel beim Kräuterrauchen um zusehen, wie lächerlich ein Raucher aussieht, wenn es aus und um den Kopf qualmt :-) LG Martin



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    Resi

    Donnerstag, 23 März, 2006 um 08:48:29

    Liebe Frau Engelbrecht, liebe Forumteilnehmer, ich brauche heute Ihren Rat. Ich habe seit Mitte Dezember (also vor 13 Wochen) aufgehört zu rauchen. Seit dieser Zeit denke ich permanent an das Thema Rauchen. Da der Nikotinentzug wohl vorbei ist, ist es wohl jetzt eine reine Kopfsache. Seit 1 Woche überlege ich mir, ob ich nicht Kräuterzigarette kaufen sollte. Einige Leute meinen, ich würde dadurch im alten Verhaltensmuster (Anzünden, Inhalieren) wiederverfallen. Die Kräuterzigarettenmethode würde helfen, um erstmal den Nikotinenzug zu bekämpfen ohne das Ritual abzulegen. Nur bei mir ist der Nikotinentzug längst vorbei. Ich will zwar nie mehr rauchen, befürchte aber, dass wenn ich eine Kräuterzigarette anzünde, der Gedanke ans Rauchen noch schlimmer als es im Moment ist. Hat jemand eine ähnliche Situation erlebt? Wie ist Eure Meinung. Danke und liebe Grüße



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    R.Herget

    Samstag, 11 März, 2006 um 09:10:52

    Hallo, ich wollte mich mal wieder melden. Ich rauche seit dem 9 Jan 05 nicht mehr. Ich kann nur jedem raten, der das Rauchen aufgeben möchte,die Methode von Fr. Engelbrecht anzuwenden. Die Durchführung ist relativ einfach die Kosten gering und vorallem der Erfolg hoch. Ich möchte hier noch ein Tipp für die Beschaffung der Kräuterziggis geben: Kauft keine NTB's in der Apotheke, die sind sauteuer und bringen garnichts; und als Gipfel der Frechheit werden sie mit Tabaksteuer belegt. Besorgt euch lieber im Teeladen oder Reformhaus Tee u. Kräuter. Ich habe Pfefferminztee geraucht.Sehr gutes Aroma u.Geruch.Dazu eine Stopfmaschine mit Hülsen und selbstverständlich das Buch von Fr. Engelbrecht Leben ohne Nikotin. Kostenpunkt für alles ca. 25,- Euro. Wichtig ist das dass Buch vorab gelesen werden sollte. Wenn man bedenkt welch teure Methoden auf dem Markt kursieren und nichts bringen ist die o.g.Wahl sehr gut.Ich hatte schon mal am 2.10. 05 unter R.Herget gepostet, dort könnt ihr nachlesen wie es mir so ergangen ist. Der aktuelle Stand ist derzeit: keine Ziggis, mir gehts prima ab u. zu leichte Entzugserscheinungen . Ich möchte mich nochmals bei Fr. Engelbrecht und den Forumsteilnehmer bedanken. An allen beginnenden NR viel Erfolg und lasst euch nicht entmutigen, denn: Gibt euch der Tag eine Zitrone, so mach daraus Limonade!! Ich werde wieder posten. Liebe Grüsse an alle. R Herget Gewicht o.k. Noch eine Anmerkung am Rande.



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    Joachim

    Dienstag, 17 Januar, 2006 um 20:47:03

    Hallo THOMAS, schön zu lesen, daß es bei Dir bis jetzt geklappt hat. Du hast Dir also doch ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht. Glückwunsch!!Bei mir hat es übrigens länger als 4 Wochen gedauert, bis ich auf einer so niedrigen Zahl von Kräuteretten war. Aber Hauptsache, man kommt von den normalen Zigaretten weg. An MEI: In Deinem zweiten Beitrag vom Freitag klingst Du schon viel ruhiger, die "Quälerei" scheint schon ziemlich überstanden zu sein. Bleib stark, der Weg wird jetzt jeden Tag leichter. Gruß an alle Joachim (nikotinfrei seit ungefähr 115 Tagen)


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    Thomas am Fluss

    Dienstag, 17 Januar, 2006 um 18:07:01

    Hallo! Seit ich das Nikotin zur Seite gelegt habe, sind jetzt 28 Tage und 18 Stunden vergangen. Ich werde daher mal mitteilen, was seit meinen Enttäuschungstagen (Posting vom 22.12.2005) passiert ist: Zwei weitere Tage plagten mich die Gedanken, das NTB und Knaster-Gedrehte kein "Ersatz" wären, zwei Tage, in denen ich auch den Geschmack der Kräuter nur ertragen habe, weil ich keinesfalls zum Nikotin zurück wollte. Am 23. Dezember wurden es noch insgesamt 33 Kräuterretten, die ich schon fast panisch inhalierte, eine wirkliche Panik, weil mir Ach So Bewusst war, dass es »keine Wirkung« geben würde. Bis zum 27.12. waren es dann immer so um die 30 Kräuterretten, das Panikgefühl ließ endlich nach. Ich möchte an dieser Stelle eines klarstellen: Nicht jeder ist nach drei oder fünf Tagen mit dem körperlichen Entzug fertig. Die Körperreaktionen auf den Entzug, ja, die lassen am vierten Tag nach. Aber der Entzug selbst? Ich finde, er geht nahtlos in den psychischen Entzug über, weil man ja WEISS, dass man mit den Kräutern als Ersatz "nicht wirklich" raucht. Deshalb waren diese acht Tage wohl auch so schwer für mich. Am 28.12. lösten sich dann auch 42 (!) Kräuterretten in Qualm auf, weil ich irgendwie aufgegeben hatte. Ich habe dann eine Schachtel Zigaretten meiner alten Marke vor mir hingelegt und stellte mir seitdem bei jedem Verlangen die Frage, ob ich die Schachtel aufmache, oder aus dem reichhaltigen Knaster-Fundus schöpfe. Was soll ich sagen? Ich habe meine Knaster-Marke gefunden (Knaster RED) und auch eine Super-Alternative (Mellow Yellow, auch Rotklee-Basis, wie Honeyrose). Sind beide nicht verfügbar, mische ich Minz-, Brennnessel- und Huflattich-Blätter und stopfe davon Ersatz. Und jetzt kommts: Mir war egal geworden, ob die Kräuter immer schmecken oder nicht. Wenn ich rauchen will, sie aber nicht schmecken, mache ich sie halt wieder aus. Ist gar nicht so schwer. Ich will nicht immer "nur was zu rauchen"; haben. Zum Glück fand ich mit Mellow Yellow und Knaster RED Kräuter, die mir zusagen. Dann das Nikotin: Ich hatte mit der Zigarettenschachtel vor Augen vor jedem Schmacht-Anfall die Entscheidung Nikotin/Kein Nikotin zu treffen. Das war schon Ansporn, denn nach den ersten sieben, widerlichen Entzugs-Tagen?! Nie wieder Nikotin! So einen Entzug mag ich mir nicht nochmal antun. Am 29.12. verbuchte ich nochmal 34 Kräuterzigaretten. Bis zum 13. Januar ging dieser »Verbrauch« auf rund 10 Kräuterzigaretten pro Tag zurück, ich habe mir allerdings auch vorgenommen, weniger davon zu rauchen, was - das überraschte mich heftig - gar nicht so schwer fiel. Am 14.01. waren es vier, am 15. fünf, gestern (16.01.) fünf und heute (17.01.) liegen (bis jetzt - es ist 18.00 Uhr) zwei Kippen im Ascher. Und - es geht mir recht gut, bis auf den Umstand, dass das Abhusten schwerer fällt. Ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich daran geglaubt, dass es SO SCHNELL geht. Ich habe mich darauf eingestellt, mindestens drei Monate bei 30 Stück pro Tag hängen zu bleiben. Ich will mich nicht beschweren, ich werfe sowieso Tabak weg: ich habe noch Knaster HEMP und Knaster VANILLA in rauhen Mengen, fertig gestopft, die werden wohl den Bach runter gehen. Ich habe noch einen Beutel Mellow Yellow und einen Knaster RED, das wird wohl lange, lange reichen. Und weil ich gar so misstrauisch bin, liegen im Wagen noch originalverpackte NTB. Aber es sieht wirklich so aus, als dauere es nicht mehr lange. Wie gesagt, das ist mir egal. Auch wenn ich wieder etwas mehr Kräuter rauchen würde, bin ich jetzt doch überzeugt, dass es DIE Methode ist. Ich denke, bei all meinen Zweifeln konnte es auch nur etwas werden, weil ich mir permanent die Frage nach dem Entzug gestellt habe und mir die Wahl ließ, das noch einmal zu erleben (wenn ich auf Nikotin zurückgreife), oder auf die Zweifel pfeife und "wenigstens" nikotinfrei rauche. Und ja: Es spielt auch eine Rolle, welche Kräuter man hat. Bis ich RED gefunden habe, zweifelte ich bei so manchen Kräutern, ob ich da nicht vielleicht doch eine alte Scheuer rauche. Will sagen: Ob Knaster, Mellow Yellow, Monte Verdo, NTB oder ausgewaschener Tabak. Alles, aber kein Nikotin. Zum Tabak-Waschen vielleicht noch: Tabak ist durch das Nikotin hochgiftig. Mit 0,7 Gramm (soviel ist ca. in einer Zigarette) kann man mehr als einen Kubikmeter Wasser vergiften! Ich könnte mir vorstellen, dass die Kläranlage es gar nicht toll findet, wenn plötzlich Nikotin in den Haushaltsabwässern auftaucht? Ich möchte meine Zweifel vom 23.12.2005 deutlich abmildern und nikotinfreien Kräuterstängel als Weg aus der Abhängigkeit bestätigen! Grüße Thomas


     
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