Leben ohne Nikotin -Themen Forum

    ---- LEBEN OHNE NIKOTIN - Die Kräuterzigarettenmethode ---- von Christine Engelbrecht


    Ausgewählten Leserbriefe (chronologisch geordnet) zum Thema

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    wenzlein

    Sonntag, 27 August, 2006 um 17:27:05

    Hallo Martin, Du hast vollkommen recht und ich ärgere mich, dass ich überhaupt und so lange geschrieben habe. Ich bin Lehrerin, habe gerade große Sommerferien - bis morgen - meine Kinder sind beim Papa - und ich habe viieeel Zeit gehabt (...) Wenn ich meine 100 Tage voll habe, melde ich mich (vielleicht ;-)) )wieder und bin dann hoffentlich nicht so dünnhäutig und ein wenig friedlicher. Viele Grüße Claudia


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    Martin

    Sonntag, 27 August, 2006 um 15:40:00

    Schade, dass es hier in Forum nicht mehr konzentrierter um die Themen "Erfahrung Nichtrauchen" und "Kräuterretten" geht. Leben und Leben lassen. Diese sehr langen Ego-Trip-Berichte sind doch sehr ermüdent. Zeilenlange Erklärungen warum Einer der Bessere Nichtraucher oder Buch-Versteher ist, wie der andere......gähn.....Sorry, meine Damen und Herren, ist NICHT PERSÖNLICH GEMEINT!!!!! Die Kräuterrettenmethode von Frau Engelbrecht ist doch genial und auch sehr "einfach" umzusetzen. Wie man die Methode umsetzt oder auch wie lange man den Kräuterretten treu bleibt, sollte doch ohne Kommentar jeder Person selber überlassen bleiben. Wenn einer Tabak und Tee :-) mischt, na und: ein Anfang! Wenn einer mal Tabak und dann wieder Kräuter, auch egal! Alleine das sich ein Raucher mit seiner Sucht auseinander setzt und versucht was zu ändern, ist doch schon toll! Jeder wie er will! Schlimm finde ich es nur, wenn Raucher oder Ex-Raucher mit Psychologie-Versuchen andere in Sparten und in Verhaltensmuster einsortieren wollen. Ich hoffe nur, es wird keine High-Score-Liste irgendwann im Forum auftauchen, wer der Beste Nicht-RaucherIn ist.... .....hmmmm auch viel Text :-)


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    wenzlein

    Samstag, 26 August, 2006 um 16:01:38

    Hallo Thomas, weil Du mich ja direkt ansprichtst, antworte ich Dir gerne: In vielen Punkten muss ich Dir recht geben. Natürlich muss der eigentliche Wunsch von innen heraus kommen und das kann natürlich nur der werdende Nichtraucher bestimmen und initiieren. Jeder hat die Erfahrung gemacht, dass man selbst daran arbeiten muss. Mir und sicher auch ganz vielen anderen ist klar, dass man verurteilt wird, weil man nicht aufhören kann. Du bist - wie C. Engelbrecht schreibt - psychologisch einfach fit und hast vom Rauchen/Nichtrauchen sehr viel Ahnung - es ist ein Gewinn für das Forum, dass Du immer mal wieder die Leute aufweckst und motivierst. ABER (und es war ja schon am Anfang des Beitrages zu erkennen das ein ABER kommt) findest Du Menschen die rauchen wirklich dumm und/oder schwach, oder wie ist Dein Satz in DIESEM Zusammenhang "...Geld wurde schon immer damit verdient es sich von Schwächeren/Dümmeren zu holen..." - findest Du Altbundeskanzler H. Schmidt schwach, oder Konrad Adenauer, ... ??? Es stimmt einfach nicht, dass man keine Hilfe bekommt, es gibt zahlreiche Angebote von Krankenkassen, niedergelassenen Ärzten, Volkshochschulen, Psychatern, Psychotherapeuten ect. etc. etc... Der Staat und die Zigarettenindustrie verdient mit Zigaretten und der Staat führt es nach der neuesten Entscheidung noch nicht einmal den Krankenkassen zu, damit diese das Geld benutzen die Raucherschäden aufzufangen oder Nichtraucherhilfen zu etablieren, somit tragen wir alle Versicherten die Kosten und die Raucher bezahlen den maroden Staatshaushalt ! Der Staat und die Politiker verhalten sich in diesem Zusammenhang ... mir fällt hier kein passendes Wort ein - wirkllich. Das Verhalten der Tabakindustrie will ich gar nicht bewerten - jedes Wort ist in diesem Zusammenhang zuviel ! Aber es gibt Hilfen und die Psycho- und Verhaltenstherapie hat auch schon erkannt, im Inneren zu suchen um den nicht-mehr-rauchen-wollenden Menschen in uns zu finden. Es ist eine weitreichende Erkenntnis, dass man Jugendlichen das Rauchen nicht verbieten kann, jeder weiß, dass diese für sich die Erkenntnis gewinnen müssen. Die ganzen Bilder der vergangenheit mit Raucherlungen haben nichts genutzt. Es ist überall nachzulesen, dass die Nikotinsucht stärker ist, als die Heroinsucht - also behaupte nicht, dass die Nikotinsucht nicht als Sucht anerkannt wird. Natürlich ist es am einfachsten, nie mit Rauchen anzufangen, dann muss man es sich nicht mehr abgewöhnen - ganz klar. Außerdem: ich kenne sehr sehr viel Menschen, die es nachhaltig mit dem Nikotinpflaster geschafft haben und nur darauf kommt es an - jedem sollte sein Weg zugestanden werden. Was mir in diesem Zusammenhang aber wichtig ist: meine Mischzeit von Nikotin und nicht-Nikotin war für mich ganz wichtig. Es hatte für mich den Zweck, morgens und tagsüber - oder auch tageweise ganz - nur Kräuter zu rauchen - dies ist mir eigentlich ziemlich einfach gefallen ! Tagsüber und besonderst morgens Nikotin zu rauchen macht mich müde und schwächt mich vom Kreislauf her. Mit Nikotin am Morgen wird mein ganz persönlicher Suchtkreislauf in Gang gesetzt, sodass ich nach 60 Minuten der letzten Nikotinzigaretten wieder Schmacht auf die nächste bekommen habe. Bei Kräutern ist das nicht so und es hat sich tagsüber auf 2- 4 Kräuterlis eingependelt - ohne dass ich mich da besonderst quälen musste. Für mich hatte dies den Grund und Zweck, weil ich tagsüber arbeiten muss und ich habe ab nachmittags meine Kinder immer bei mir - ich kann es mir einfach schlichtweg nicht leisten, alle Stunde zu verschwinden um zu rauchen. Und ich werde weiterhin nie in Anwesenheit von Kindern, besonderst meiner Kinder rauchen: DESHALB HAT MIR DAS MISCHEN GENUTZT - MIR GANZ PERSÖNLICH IN MEINER GANZ PERSÖNLICHEN LEBENSSITUATION !!! Abends habe ich dann doch wieder Nikotin geraucht und es ist mir egal ob das andere schwach finden oder nicht: ich habe es zu diesem Zeitpunkt nicht geschafft und zu diesem Zeitpunkt war dies völlig in Ordnung ! Natürlich wäre es sinniger gewesen dann auch abends nur Kräuter zu rauchen - war halt nicht so - hab' ich nicht geschafft, obwohl ich es wirklich wollte und auch das solltest DU nicht absprechen. Ich hatte in dieser Lebensphase einfach keine Kraft die Hürde des Nichtrauchens zu nehmen und nur der Wille und Wunsch hat halt nicht gereicht. Ich finde es schlichtweg unverschämt zu behaupten, dass es jeder sofort schaffen kann, der es wirklich will. Es gibt noch mehr Dinge die Menschen tun, obwohl jeder weiß, dass sie nicht sinnvoll sind und es auch nicht wollen: Kinder schlagen, seine Frau schlagen, überhaupt jemand zu schlagen, bei rot über die Straße gehen, zuviel zu trinken, 200 KM/Stunde über die Autobahn zu fahren, zu lange in der Sonne liegen, Kriege zu führen, andere Leute umzubringen, Kindesmissbrauch etc. etc. etc. ich könnte hier seitenweise weitermachen ! Stress ist für mich keine Entschuldigung sondern der Grund - bei mir. Es gibt immer mal wieder Stress im Leben, aber es ist halt einfacher am Anfang der Nichtraucherphase nicht gestresst zu sein, dann ist die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs einfach größer und ... meinen Stress kannst Du nicht beurteilen. Mein Vorgehen des Mischens entspricht nicht der Methode von C. Engelbrecht und auch nicht anderen Methoden (bspw. "rauchend mit rauchen aufhören...")- es entsprach meinen Bedürfnissen und ich möchte nicht, dass man andere Wege zum Benutzen von Kräuterzigaretten abwertet. Die Anbieter von Honeyrose, Monte Verdi etc. empfehlen noch andere Methoden und ich habe halt meine eigene - möglicherwiese passt die Dokumentation dieser Methode nicht in dieses Forum, wahrscheinlich ist das so. Für Euch ist die eine Methode genial, aber lasst es bitte zu, dass andere Menschen andere Methoden besser finden oder Kräuterzigaretten anderst benutzen und das möglicherweise auch besser finden. Die Kräuterzigaretten gibt es schon lange und in diesem Zusammenhang viele Methoden die zur Anwendung empfohlen werden. Für mich ist nach wie vor die Methode von C. Engelbrecht ganz toll und empfehlenswert, ich eigne mir einige Ihrer Gedanken an und verwende diese so, wie es für mich optimal ist. Aber es gibt soviel unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen, Charakteren und Vorlieben, gestehe jedem seine eigene Methode zu - es gibt nun mal nicht nur weiß und schwarz. Ich habe - im Gegensatz zu anderen - die Erfahrung vom Rückfall der Methode von C. Engelbrecht gemacht und auch daraus profitiert. Ich denke, dass auch so eine Erfahrung ein Zugewinn im Forum sein kann - ich habe dieses Forum lange beobachtet und die Erkenntnis daraus gewonnen, dass viele dabei bleiben und sich immer mal wieder melden, aber auch ganz viele sich ein paar mal melden und dann wieder verschwinden - meine Erkenntnis daraus: es gibt noch mehr Rückfällige der Kräuterzigarettenmethode nach C. Engelbrecht. Natürlich ist es ganz toll, Aufhörwillige zu motivieren, indem man sagt, dass diese Metzhode ganz sicher ist - ist sie aber nicht ! Ich möchte meine Erfahrungen in diesem Zusammenhang nicht missen und kann auch von diesen profitieren. In mir findet eine Entwicklung statt, die ich unheimlich spannend finde und wie ein Außenstehender beobachten kann. Dazu gehört auch, dass ich eine Kraft wieder erlangt habe, auch hier ganz klar zu sagen, es steht keinem zu hier zu schreiben, dass man sich sicher ist, dass man es mit dem "Mischen" nicht schaffen wird ! Tut mir leid, wenn dieser Artikel nicht von Harmoniestreben geprägt ist, es musste halt mal raus !


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    Thomas am Fluss

    Freitag, 25 August, 2006 um 12:33:05

    Hallo Claudia, schön, doch wieder von dir zu lesen. Hallo natürlich auch alle anderen Leser und Leserinnen, Raucher, Nicht-mehr-Raucher und Aufhörwillige und alle jene, die eine andere Titulatur besser finden würden :-) Als ich noch geraucht habe, wurde ich kritisiert und für mein Verhalten (zu rauchen) selbst verantwortlich gemacht. Ich musste mir anhören, wie ungeheuerlich ich mich verhalten würde, nur weil ich das "leichte" Aufhören noch nicht in Angriff genommen habe. Ich wurde verurteilt. Nicht etwa, weil ich rauchte, sondern, weil ich nicht damit aufgehört habe. Bitte lest diesen Satz noch einmal; ich bin sicher, die Noch-Raucher werden das wiedererkennen. Es ist nicht das Rauchen, sondern das Nicht-Aufhören! Ich habe mich gequält und bemüht aufzuhören, hatte keinen Erfolg und wurde immer unglücklicher. Raucher werden aber letztlich doch mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dazu gebracht, weiter zu rauchen: Da wird geworben, Chemie beigemischt, das Gerücht verbreitet, aufzuhören sei leicht, die Sucht wird verharmlost. Es ist ja "nur" ein Laster, es ist ja "ganz leicht", aufzuhören. Selbst mit den angeblichen "Hilfsmitteln" zum Aufhören werden wir noch mit Nikotin gefüttert. Die ganze Pfeifen-, Zigarren- und Zigarettenraucherei ist im Grunde genommen nur eines: Betrug und Süchtigmachen. Menschen werden mit einem teuren Produkt versorgt, dass sie nicht brauchen. Und da kam mir der Gedanke, das ist es: Sucht. Ausser Carr/Engelbrecht schreibt kaum jemand von den Nöten, die man aushält, wenn man süchtig ist. Niemand versteht, wenn sich eine Frau vom Mann schlagen und erniedrigen lässt, weil "Hörig-Sein" eben nicht als Sucht anerkannt wird. Auch Rauchen ist eine Sucht. Und es genügt nicht, zu sich selbst "Na-schön-ich-bin-süchtig" zu sagen. Es gibt (nur) zwei Möglichkeiten, dem Rauchen zu entkommen. Die Erste ist, gar nicht damit anzufangen. Das meine ich keineswegs als Witz. Die Zweite ist um ein Vielfaches schwerer. Was ich heute als "so leicht" ansehe, dass ich Januar/Februar 2006 mit Kräuterzigaretten vom Nikotin entwöhnt habe, war in Wirklichkeit ein schweres Stück Arbeit! Ich bin stolz darauf. Und ich verfolge Versuche vieler Leute, die aufhören wollen. Mir fällt dabei einiges auf: Halbherzige Versuche, Fehlende Überzeugung, Falsche Selbsteinschätzung und Nicht passende Methoden. Es gibt, und das ist der Umkehrschluss, also eine Reihe von Bedingungen, die erfüllt sein müssen, um erfolgreich aus der Sucht auszusteigen. Nur leider wird einem Raucher kein so umfassendes psychologisches Training angeboten, wie einem Alkoholiker oder Drogenabhängigem. Ich bin sicher, dass viele Menschen aus den Tabakkonzernen wissen, wie süchtig Nikotin macht. Und die Menschen, die am Verkauf von süchtig machenden Rauchwaren (zu gut) verdient haben, müssten eigentlich... lassen wir das, Geld wurde schon immer damit verdient, es sich von (wie auch immer gearteten) Schwächeren/Dümmeren zu holen. Also zurück. Der zweite Weg, dem Rauchen zu entkommen ist: Der eigene Wunsch. Und auch das hört sich viel leichter an, als es ist. Denn ich war lange Zeit nicht ehrlich zu mir selbst, wenn ich sagte, ich müsste/wolle ja aufhören zu rauchen. In Wirklichkeit wollte ich weiterrauchen. Und ja, es störte mich, aber im Grunde nicht so sehr, dass es wirklich mein Wunsch gewesen wäre, ganz damit aufzuhören. Der Wunsch ist also mit Vorsicht zu genießen, man betrügt sich selbst nur all zu leicht. Um aufzuhören, habe ich keinen "Versuch" unternommen, sondern mich strikt, stur und akribisch an eine Methode, einen Weg gehalten. Ich habe nicht "versucht", aufzuhören, ich habe vielleicht versucht, einen gangbaren Weg zu finden: Ich war und bin überzeugt, dass die Kräuter mein bester, bequemster und einfachster Ausweg sein würden. Und ich wusste dann irgendwie auch, dass ich das durchhalten konnte. Keine Frage, zwischendrin war es schwer und ich hatte auch Phasen mit Zweifeln. Aber nur zu zweifeln war kein Grund, wieder zum Nikotin zu greifen, denn ich konnte mit den Kräutern ja "überbrücken". Ich wusste jetzt, dass ich aus einer Sucht heraus muss, ich glaubte die Erklärung, dass der Stress nur durch das Rauchen selbst entsteht. Wenn ich Nikotin und Kräuter gemischt hätte, was hätte mir das gebracht? Den völlig falschen Gedanken, dass ich "jederzeit aufhören kann". Ich hätte dasselbe gemacht, wie die Leute, die wochenlang keine Kippe anfassen, auf einer Party eine Schachtel verqualmen, dann wieder lange nicht rauchen, aber irgendwann doch wieder zur Zigarette greifen MÜSSEN, weil sie, wenn auch auf Zeit, ja doch süchtig sind. Mit Kräutern und Tabak zwischendurch hätte ich mir vorgegaukelt, aufzuhören. Und nein, so kann es nicht funktionieren. Ich hätte wieder geraucht, weil ich ein Argument gehabt hätte: Ich hätte sagen können, "Och, nicht so schlimm, ich weiß ja jetzt, dass ich aufhören kann". Aber genau das stimmt nicht, das ist nur vorgeschoben, nur eine Entschuldigung, eine Ausrede. Ich wäre der Sucht erlegen und hätte einen neuen Weg, sie vor mir selbst zu rechtfertigen. Nein! So nicht! Es gibt nur einen Weg da durch, der heißt: Finger weg vom Nikotin. Und auch, wenn ich noch in Jahren ein Pfeifchen voll Kräuter stopfe und qualmen lasse, so ist doch eines gewiss: Nikotin kommt mir nicht mehr unter! Es ist nicht "Stress" oder "im Moment schwer". Es ist IMMER Stress und es ist IMMER schwer, fast unmenschlich schwer. Ich habe mich dazu durchgerungen, EINMAL eine SCHWERE Entscheidung zu treffen, mir eine verhasste "Diät" aufgehalst. Nicht, um Gewicht zu verlieren, sondern Zigaretten zu verlieren. Ich wusste, das ist nicht leicht, aber ich wollte es so (und habe es mir ja auch -- Frau Engelbrecht sei Dank -- so leicht wie möglich gemacht). Will man aufhören, so ist man Patient und Suchtberater in einer Person. Das macht es so schwer. MEIN Suchtberater hat nichts durchgehen lassen. Seid ehrlich zu euch selbst. Hört nicht auf, weil ihr jemandem einen Gefallen tun wollt. Hört nicht auf, weil ihr es sagt, aber nicht so meint. Grabt tief in euch selbst. Irgendwo ist der Mensch drin, der noch nie rauchen wollte. Tief drinnen sitzt er noch, überstimmt und eingeräuchert. Sucht ihn, lasst ihn zu Wort kommen. Wenn euch dieser Mensch in der eigenen Brust (oder von mir aus Seele) nicht überzeugen kann, aufzuhören, dann kann es auch kein anderer Mensch. Dann kann es auch keine noch so geniale Methode. Viele Grüße vom Langschreiber am Fluss -- Thomas



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    pet

    Freitag, 25 August, 2006 um 10:41:42

    (...) noch ein kurzer gedanke: mein (!) nichtrauchen beginnt im kopf. und zwar in meinem, von anfang an, den ganzen weg über, bis zum ende. und in diesem gibts kein chakka, kein entweder-oder, kein nie-wieder, kein ich-darf-das-nicht. wozu? ich (für mich) halte rein gar nichts von der berühmten einen (wohlmöglich einzigen) bewussten willensentscheidung - zumindest, wenn das gefühl (?) nicht hinterher kommt. die energie-mobilisierung lohnt sich und motiviert auch, auf jeden fall. die frage ist nur - was ist, wenn man nun doch rückfällig wird? fühlt man sich dann nicht wie der letzte versager? das ist viel zu schwarz-weiß, damit setzt man sich selbst unter (einen unnötigen) druck. ich hab auch mal gehört, dass man nur 3 frei-versuche zum aufhören habe, die man sich gut einteilen muss. was für ein quatsch! --- was zählt, sind nicht die rückfälle und der ganze negativ-rattenschwanz, sondern die rauchfreien zeiten: jedes mal ein bißchen mehr, ein wenig länger, vor allem ein wenig sicherer. um ein bewusstsein dafür zu bekommen, dass man selbst sehr wohl nichtraucher sein kann, oder sogar schon längst ist. das nimmt die angst vor der noch *leeren* identität. ich jedenfalls bin ein absoluter kopf-mensch und weiß, ich kann dieses eigensinnige ding da oben ;) nicht überlisten, aber ich kann mit ihm arbeiten, nicht (krampfhaft) gegen ihn. und genau da setzt meiner empfindung nach auch die kräuterzigaretten-methode an, weil sie genau das spielerische, ja sogar verspielte betont, alternativen anbietet. lach, und wehe, das versteht jetzt keiner.


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    mal wieder wenzlein

    Montag, 21 August, 2006 um 13:01:58

    Hallo Thomas am Fluss, woher nimmst Du das Selbstvertrauen zu sagen, dass die Mischer von Nikotin und Kräuter es nicht schaffen werden Nichtraucher zu werden ? Christine spricht von wertvollen Erfahrungen, die letztendlich zum Erfolg führen...Hast Du selbst damit Erfahrungen gemacht ? Du hast vermutet, dass mir das nötige Selbstvertrauen fehlt, um mir eine Garantie zum Nicht-Mehr-Rauchen zu geben - ich sehe das zwar nicht so, habe aber ganz sicher genügend Selbstvertrauen, anderen gegenüber zuzugestehen, selbst die richtige Methode zu finden, auch wenn es bei einigen länger dauert, was mit unterschiedlichsten Ursachen zu tun haben kann; jeder kann das für sich selbst am Besten beurteilen und sollte nicht von anderen negativ beeinflusst werden. Viele liebe Grüße aus Frankfurt


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    Thomas am Fluss

    Mittwoch, 16 August, 2006 um 17:12:12

    Hallo mal wieder. Ja, auch ich habe etwas weniger Zeit, nehme Kurzgeschichten auf, kümmere mich um meinen Podcast und hatte letzthin auch mal wieder Lust auf "was zum rauchen". Also habe ich mir mal wieder ein MellowYellow-Pfeifchen angemacht. Das beißt ganz schön im Hals :-) aber die Kräuter riechen gut. Ich verräuchere ja auch Räucherharze und -Kräuter, das hat früher ja nicht so gut gerochen, weil Tabak dazwischen einfach fürchterlich stinkt. Aber wenn heute ein Rauchfässchen an ist, riecht das angenehm. Und so ähnlich riecht auch MellowYellow. Aber ich schweife ab. Auch mir passiert es ab und zu, dass ich die "Lust" auf eine Zigarette empfinde und mir dann erst bewusst wird, dass ich ja schon lange aufgehört habe. Und meine Anfälle dauern auch kaum eine oder zwei Minuten. Am schnellsten gehen sie vorbei, wenn ich an jemandem vorbeigehe, der eine Zigarette anhat: Pfui. Ich finde es schade, dass diese Gedanken, diese Gelüste, dass diese Schmachter übrigbleiben. So, wie Zigaretten stinken, wundert es mich, dass es doch immer mal wieder Schmachter gibt. Und es ist auch sehr interessant, dass ich nicht von meinen Kräuterpfeifchen abhängig geworden bin, obwohl die doch so gut riechen. Wenn ich überlege - ich sagte als Raucher noch, dass ich das Gefühl von Rauch im Hals brauchen würde. Das stimmte offensichtlich nicht. Aber ich habe daran geglaubt und mir das Aufhören damit noch schwerer gemacht. Nein, im Ernst. Ich bin froh, dass das hinter mir liegt. Dass die Wohnung nicht mehr so stinkt und die Gardinen nicht mehr gelb sind (oder schnell gelb werden). Diese Vorzüge gefallen mir. Und das Thema Geld war nie mein Grund, aufzuhören. Es bleibt sowiso nicht übrig. Auch bei mir nicht. Und das, obwohl ich bei zwei Päckchen jetzt im Geld schwimmen müsste. Nein, ist nicht, stimmt nicht, ich habe genausoviel (bzw. wenig) Geld wie zu Raucherzeiten auch. Aber was ich gewonnen habe, ist viel mehr wert. Schade, dass auch die Kräuterzigarettenmethode nicht bei allen Aufhörwilligen hilft. Ich bin mittlerweile sicher, dass diejenigen, die Kräuter und Nikotin "mischen", so nicht aufhören können (und werden) und sich eine andere Hilfe suchen müssen. Aber genug von mir. Ich drücke euch allen (weiter) die Daumen! - - Thomas


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    Karin

    Dienstag, 15 August, 2006 um 11:58:57

    Hallo Cammy, bitte höre auf Dich ständig zu entschuldigen. Du bist nichts schuld und machst alles richtig. Es sind auch viele Leute jetzt im Urlaub und schreiben deswegen nicht. Ich bin jedenfalls noch dabei. Karin


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    pet

    Montag, 14 August, 2006 um 12:21:10

    hallo cammy, ich für meinen teil wüsste nicht mal im entferntesten, wieso ich von dir enttäuscht sein sollte. wir begegnen uns hier alle (?) deswegen, weil wir einen neuen weg suchen und uns darüber austauschen, dabei unterstützen, trösten, dadurch inspirieren, anregen wollen; ohne erfolgsdruck. jeder bestimmt das tempo und den pfad selbst. rauchen war jahrelang etwas sehr persönliches, genauso ist das verlernen, das umlernen etwas individuelles, bei dem einem niemand hineinreden kann. (...) liebe grüße


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    Cammy

    Sonntag, 13 August, 2006 um 22:28:26

    Hoffe euch geht es Allen gut. Es ist momentan hier sehr ruhig. Was ist nur los mit euch Allen! Seit ihr etwa enttäuscht von mir? Wenn ja dann tut es mir aufrichtig leid. Ich versuche momentan gerade mein privates Leben in den Griff zubekommen! Es geht gerade drunter und drüber! Ich rauche momentan bestimmt 6-10 Kräuterlies. Aber ich muss erlich sein. auch zwischendurch Aktive! Und dann habe ich jedesmal ein schlechtes Gewissen!Ich habe mir den 18.08.06 als Tag X gesetzt, aber ich glaube, den werde ich mit Kräuterlies weiter führen, denn ich kann momentan nicht ohne, dafür habe ich momentan zuviel um die Ohren. Seit lieb gegrüsst eure Cammy.


     
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